Die Luftverteidigung der DDR bis 1990

Der Warschauer Vertrag 1955 - 1991

Der dem Warschauer Pakt zugrundeliegende multilaterale Vertrag bestand aus einer Präambel und 11 Artikeln und wurde am 14. Mai 1955 in Warschau, Polen, durch acht Staaten unterzeichnet. Der Vertrag wurde 1991 gekündigt und das Bündnis löste sich am 1. Juli 1991 auf.

Mitgliedstaaten

  • Volksrepublik Albanien (einseitiger Austritt am 13. September 1968 wegen der CSSR-Krise)
  • Volksrepublik Bulgarien
  • Deutsche Demokratische Republik (Austritt 1990 mit der Deutschen Wiedervereinigung)
  • Volksrepublik Polen
  • Volksrepublik Rumänien (nur begrenzt)
  • Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken
  • Tschechoslowakische Sozialistische Republik
  • Volksrepublik Ungarn
  •  
    Klick für größeres Bild
    Tagung des Warschauer Paktes in Ost-Berlin, 1987 - v.l.n.r.: Gustav Husak (CSSR), Todor Schiwkow (VRB),
    Erich Honecker (DDR), Michail Gorbatschow (UdSSR), Nicolae Ceausescu (SRR), Wojciech Jaruzelski (VRP)
    und Janos Kadar (UVR)

    Ab 1969 wurde hierzu das Komitee der Verteidigungsminister gebildet, als Koordinierungsstelle für militärische Fragen. Das Vereinte Oberkommando hatte ab 1972 ihr Hauptquartier in Moskau und mit Teilen auch in Lemberg (Lwiw). Der Oberbefehlshaber war immer ein sowjetischer General, der zugleich die Funktion des ersten Stellvertreters des sowjetischen Verteidigungsministers ausübte und somit diesem direkt unterstand. Der Stab der Vereinten Streitkräfte wurde von einem Stellvertreter, gleichfalls ein sowjetischer General, geführt.

     

    Truppenstärken 1959 und 1973

    Klick für größeres Bild Klick für größeres Bild
     
    Dem Vereinten Oberkommando unterstellt waren:
    1. die sowjetischen Streitkräfte in den europäischen Staaten:
      • Nordgruppe der Truppen (NGT) in Polen
      • Zentrale Gruppe der Truppen (ZGT) in der CSSR
      • Südgruppe der Truppen (SGT) in Ungarn
    2. einzelne Truppenkontingente der Mitgliedsstaaten
    3. die gesamte Luftverteidigungsorganisation innerhalb des Bündnisses
    4. die Vereinten Seestreitkräfte
      • Sowjetische Baltische Flotte
      • Volksmarine der DDR
      • Polnische Seekriegsflotte

    In Kriegszeiten hatte das Vereinigte Oberkommando keine operative Aufgaben, die vollständige Befehlsgewalt über alle Land-, Luft- und Seestreitkräfte der Mitgliedsstaaten hätte der Generalstab der Sowjetunion übernommen. Im Falle eines Krieges hätte der Führung ein Machtpotential von bis zu 6,2 Millionen Soldaten, 62.000 Panzern, knapp 14.000 Flugzeugen und etwa 2.000 Schiffen sowie die sowjetischen Atomwaffen zur Verfügung gestanden.

    Quelle: © www.Wikipedia.org

     
    © (2009-2012) www.lv-wv.de