Die GSSD
Die Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland
Nach der sowjetischen Militärdoktrin waren um Zentralrußland mit Moskau als Zentrum neun kontinentale und vier ozeanische Kriegsschauplätze gruppiert. Der Europäische Kriegsschauplatz untergliederte sich in den Nordwestlichen, den Westlichen und den Südwestlichen Kriegsschauplatz, die ihrerseits wiederum in strategische Räume unterteilt waren. Durch den zentraleuropäischen Raum (BRD und BENELUX-Länder) verlief die Grenze zwischen der Norddeutschen und der Süddeutschen Strategischen Richtung. Diese waren weiter in die Operationsrichtungen:
I Küste, II Ruhrgebiet, III Luxemburg, IV Bayern, V Alpen, VI Jütland untergliedert.
Die Stärke betrug zum 1.10.1990:
- 363 690 Soldaten
- 17 Divisionen
- 5 880 Kampfpanzer
- 9 790 gepanzerte Gefechtsfahrzeuge
- 4 624 Artilleriesysteme (über 100 mm)
- 625 Kampfflugzeuge
- 698 Kampfhubschrauber
Dem Oberbefehlshaber (Zossen/Wünsdorf) unterstanden fünf Armeen der Landstreitkräfte und eine Luftarmee:
- 1. Garde-Panzerarmee (Dresden)
- 2. Garde-Panzerarmee (Fürstenberg)
- 3. Stoßarmee (Magdeburg)
- 8. Gardearmee (Weimar/Nohra)
- 20. Gardearmee (Eberswalde-Finow)
- 16. Luftarmee (Wünsdorf)
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