Das Schießen mit Fla-Raketen
Das Schießen mit Fla-Raketen besteht aus mehreren komplizierten Abschnitten :
- der Zuweisung des zu bekämpfenden Zieles an die Fla-Raketenabteilung durch den vorgesetzten Gefechtsstand,
- der Suche des zugewiesenen Zieles mit den Aufklärungs- und Zielzuweisungsmittel der FRA,
- die Zuweisung des Zieles an die Sende- und Empfangskabine der Raketenleitstation,
- die Vorbereitung der Fla-Raketen zum Start,
- das Auffassen des Zieles durch die RLS und die Übernahme in Begleitung,
- das Bestimmen des Startmomentes, der Wahl der Leitmethode, der Anzahl der Raketen und der Start der Fla-Raketen,
- das Erfassen der Raketen durch die RLS und ihre Leitung zum Ziel,
- die Auslösung der Detonation des Gefechtsteiles bei genügender Annäherung,
- die Beobachtung der Schießergebnisse und die Meldung des Ergebnisses an den vorgesetzten Gefechtsstand.
Die Kompliziertheit dieses Vorgangs lässt sich an einem einfachen Vergleich veranschaulichen. Der Fla-Raketenkomplex S-75 kann ein Flugzeug in mittlerer Höhe bis auf eine Entfernung von 35 km vernichten. Vergleicht man das Schießen eines Sportschützen, der über 50 m eine Zielscheibe vom Ausmaß 10 X 10 cm mit dem Fla-Raketen Schuß dann bedeutet das :
| Sportschütze : | Treff-Fläche | 0,01 m² | Entfernung | 50 m | Verhältnis | 0,0002 |
| Fla-Rakete : | Treff-Fläche | 0,5 m² | Entfernung | 35.000 m | Verhältnis | 0,000014 |
Der Vergleich der Verhältniszahlen zeigt, dass die Aufgabe des Schießens mit Fla-Raketen um mehr als das 14 Fache schwerer ist als die "10" beim Sportschießen zu erreichen. Die Bedingungen des Vergleichs sind stark vereinfacht, der Vorgang ist um ein Vielfaches schwieriger.